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Drei Marktsignale, die nach dem Binance-Hack zu beobachten sind

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Drei Marktsignale, die nach dem Binance-Hack zu beobachten sind

Wichtige Punkte

  • Bitcoin notierte bei knapp 78.000 US-Dollar und lag in mehreren gemeldeten Zeiträumen im Minus.
  • Bitcoin- und Ethereum-ETFs verzeichneten vergangene Woche erhebliche Abflüsse.
  • Binance-Nutzer hoben netto rund 3,64 Milliarden US-Dollar ab, während Ermittler Transfers von Geldern verfolgten, die mit dem Hack in Verbindung stehen.

Der Fokus des Marktes verlagert sich vom Sicherheitsvorfall auf seine Auswirkungen

Bitcoin wurde nach dem vergangene Woche gemeldeten Binance-Hack im Umfang von 6,3 Milliarden US-Dollar bei rund 78.000 US-Dollar gehandelt. Marktteilnehmer müssen nun einschätzen, ob sich der Vorfall auch auf die Bedingungen außerhalb der Börse auswirken wird. CryptosRus, ein Marktbeobachter, nannte in einem Beitrag vom 2. November drei Bereiche, die es im Auge zu behalten gilt: die Zu- und Abflüsse bei Bitcoin- und Ethereum-Spot-ETFs, Abhebungen von Börsen und die Versuche, die gestohlenen Vermögenswerte zu bewegen. Damit rückt die breitere Liquidität – und nicht allein das Ausmaß des Sicherheitsvorfalls – in den Mittelpunkt der nächsten Phase.

Die drei Signale betreffen unterschiedliche Marktbereiche. ETF-Zu- und -Abflüsse geben Aufschluss darüber, ob Fonds Nettokäufe oder Rückgaben verzeichnen; Abhebungen von Börsen zeigen, wie Kunden auf den Vorfall reagieren; und Blockchain-Transfers können auf Versuche hindeuten, gestohlene Bestände umzuwandeln oder an einen anderen Ort zu verschieben. CryptosRus zufolge ist das Gesamtbild entscheidend: Belastungen in einem Bereich könnten eingedämmt bleiben, während Veränderungen in mehreren Bereichen auf eine breitere Belastung hindeuten könnten. Aus der Quelle geht nicht hervor, dass es zu einer solchen Ausbreitung gekommen ist.

Diese Unterscheidung ist für die Einschätzung der Bitcoin-Erholung durch CryptosRus wichtig. Ein großer Sicherheitsvorfall kann Aufmerksamkeit erregen, ohne für sich genommen zu belegen, dass der breitere Markt unter systemischem Stress steht. CryptosRus hob stattdessen hervor, ob ETF-Rücknahmen anhalten, ob Auszahlungen zunehmen oder sich nur schwer abwickeln lassen und ob gestohlene Gelder über Handelswege bewegt werden. Das sind Beobachtungspunkte, keine bestätigten Entwicklungen: Die bereitgestellten Informationen beschreiben aktuelle Messwerte und mögliche Risiken, sagen aber nicht voraus, wie sich diese Signale entwickeln werden.

ETF-Rücknahmen stellen eine Quelle der Marktstützung auf die Probe

Die ETF-Aktivität war einer der Schwachpunkte in den Zahlen, auf die Bezug genommen wurde.

Bei den Abflüssen aus Bitcoin-Fonds gab es einen besonders hohen Tageswert: Am Freitag flossen mehr als 643 Millionen US-Dollar ab – der größte Tagesabfluss seit dem 25. Juni, als fast 700 Millionen US-Dollar abgezogen wurden. Auch bei Ethereum-Fonds gab es fünf Tage in Folge Rücknahmen. Der größte Tagesabfluss in diesem Zeitraum betrug ebenfalls am Freitag fast 156 Millionen US-Dollar. Zusammengenommen zeigen die gemeldeten Zahlen, dass beide Gruppen von Spotfonds in diesem Zeitraum Vermögenswerte verloren, auch wenn die Quelle keine späteren Daten zu Mittelbewegungen enthält.

CryptosRus sagte, ETF-Käufer hätten der Branche strukturelle Unterstützung geboten, während sie den Schock des Binance-Angriffs verkraftete. Da diese Unterstützung offenbar nachlasse, müssten die Spotmärkte laut dem Account einen größeren Teil der Erholung tragen. Anhaltende Netto-Rücknahmen bei gleichzeitigem Unvermögen des Bitcoin-Kurses, auf seiner Erholung aufzubauen, bezeichnete der Account als Warnsignal. Dies ist der von CryptosRus genannte Risikomaßstab – keine Behauptung, dass ein weiterer Rückgang sicher sei oder dass ETF-Mittelbewegungen allein die Marktrichtung bestimmten.

Die Abhebungen bei Binance sind beträchtlich, aber noch nicht chaotisch

Dem bereitgestellten Bericht zufolge nahm Binance seine Dienste weniger als 72 Stunden nach dem Hack wieder auf. Nutzer sollen etwa 4,65 Milliarden US-Dollar abgehoben und etwas mehr als 1 Milliarde US-Dollar eingezahlt haben, was Nettoabflüsse von rund 3,64 Milliarden US-Dollar ergibt. Die Bruttoabhebungen liegen über dem Nettobetrag, weil Einzahlungen einen Teil der abgeflossenen Mittel ausgleichen. Diese Beträge deuten auf erhebliche Kundenbewegungen nach dem Vorfall hin. Die Quelle vergleicht den Nettoabfluss jedoch auch mit den gemeldeten Vermögensbeständen von Binance.

Die Nettoabflüsse beliefen sich auf etwas mehr als 2 % der Vermögenswerte, über die Binance derzeit verfügt, laut

Der Marktbeobachter sagte, die Abhebungen würden zu einem systemischen Risiko, wenn sie sich beschleunigten, sich die Abwicklung verschlechterte, die Liquidität von Stablecoins schrumpfte oder sich der Stress auf andere Handelsplätze ausbreitete. Dabei handelt es sich um Bedingungen, die es zu beobachten gilt – nicht um Ereignisse, die dem vorliegenden Bericht zufolge bereits eingetreten sind. Vorerst liefern die gemeldeten Nettoabflüsse und ihr Anteil an den Vermögenswerten von Binance zwar Kontext, doch sie erlauben keine sichere Aussage darüber, ob Nutzer weiterhin Gelder abziehen oder sich die Aktivitäten an anderen Börsen verändern werden.

Bewegungen gestohlener Gelder und die Erholung von Bitcoin bleiben im Fokus

Im Blickpunkt stehen auch die Bewegungen von Geldern, die dem Angreifer zugeschrieben werden. On-Chain-Ermittler erklärten, die für den Hack verantwortliche Entität habe rund 242 Millionen US-Dollar über THORChain, Relay, Chainflip und Symbiosis bewegt. Dem Bericht zufolge waren diese Transfers Teil des Versuchs, die gestohlenen Vermögenswerte über verschiedene Dienste zu verschieben. Er enthält keine vollständige Aufstellung der betroffenen Vermögenswerte und belegt nicht, dass jeder Transfer erfolgreich umgetauscht, zurückerlangt oder unauffindbar gemacht wurde.

Eine andere Wallet, bei der ein Exploit vermutet wird, transferierte 486.970 SOL im Wert von laut Bericht 46,4 Millionen US-Dollar und tauschte sie über Relay gegen Bitcoin. CryptosRus deutete an, dass solche Transaktionen lokal begrenzten Druck ausüben könnten, während kettenübergreifende Transfers die Rückholung erschweren könnten. Die Quelle beziffert keine daraus resultierenden Auswirkungen auf den Markt und sagt auch nicht, dass diese konkreten Bewegungen die Preisveränderungen bei Bitcoin verursacht haben. Die gemeldeten Wege und der Tausch der Vermögenswerte beschreiben daher ein Risiko, das es zu beobachten gilt, und sind kein Beleg für einen breit angelegten Verkaufsdruck.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte Bitcoin bei rund 78.000 US-Dollar und hatte sich innerhalb von 24 Stunden kaum verändert. Im Sieben-Tage-Zeitraum lag der Kurs jedoch mehr als 2 % im Minus, über zwei Wochen mehr als 5 % und über 30 Tage 7 %.

Quelle: CryptoPotato

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