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Strategys Ambition, eine Bitcoin-Bank zu werden, trifft auf das Argument für selbst betriebene Nodes

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Strategys Ambition, eine Bitcoin-Bank zu werden, trifft auf das Argument für selbst betriebene Nodes

Wichtige Punkte

  • Strategy-CEO Phong Le beschrieb die Ambition des Unternehmens, die Bitcoin-Bank der Welt zu werden.
  • Die Bitcoin-Blockchain war Berichten zufolge 2026 780 GB groß und damit weiterhin klein genug für ein 1-TB-Laufwerk.
  • Die Debatte über das Wachstum der Chain und die Anforderungen an Nodes spiegelt unterschiedliche Ansichten zu Zugang und Dezentralisierung wider.

Strategys finanzielle Ambitionen im Bereich Bitcoin

Auf der Fintech-Konferenz Money20/20 sprach Strategy-CEO Phong Le über Bitcoin als digitales Kapital und beschrieb die Vision des Unternehmens, die Bitcoin-Bank der Welt zu werden. Seine Äußerungen verorten die Strategie des Unternehmens an der Schnittstelle zwischen konventionellem Finanzwesen und dezentralen Netzwerken. Dabei geht es nicht nur darum, Bitcoin zu halten: Le sprach auch über Produkte und das Zusammenwachsen von traditionellem und dezentralem Finanzwesen.

Le beschrieb die Entwicklung von Strategy als Wandel von einem Anbieter von Unternehmenssoftware zu einem Unternehmen, das 845,000 BTC hält. Die Zahl, die er im Rahmen seiner Darstellung der Entwicklung des Unternehmens nannte, zeigt den Umfang seiner Bitcoin-Position. In seinem Konferenzbeitrag ging es auch um die Vorzugsaktie STRC. Damit verknüpfte er die angestrebte Rolle des Unternehmens in der Bitcoin-Finanzwelt mit einem konkreten Kapitalmarktprodukt und nicht allein mit der Netzwerkinfrastruktur.

Michael Saylor bekräftigte die Ambitionen am 6. November und sagte, die Welt brauche eine Bitcoin-Bank und Strategy baue eine solche auf. Die Idee war bereits zuvor aufgekommen: Im September forderte Saylor Banken auf, Bitcoin zu halten und Kredite darauf zu vergeben. Zusammengenommen stellen diese Aussagen Strategys Vorhaben als Teil einer umfassenderen Argumentation dafür dar, Bitcoin in etablierte Finanzgeschäfte einzubinden. Sie belegen jedoch nicht, welche Dienstleistungen die geplante Bank letztlich anbieten würde.

Die Blockchain passt weiterhin auf gewöhnliche Speichermedien

Das Finanzkonzept wurde von einer separaten Messung des technischen Speicherbedarfs von Bitcoin begleitet. Ein On-Chain-Forscher bezifferte die Blockchain auf 0,3 GB im Jahr 2011, 3,6 GB im Jahr 2012 und 13,5 GB im Jahr 2013, bevor sie 2017 die Marke von 100 GB überschritt. Die Reihe setzte ihren Aufwärtstrend fort und erreichte 445 GB im Jahr 2022 sowie 635 GB im Jahr 2024. Diese Zahlen beschreiben die angesammelten Blockchain-Daten, nicht den Umfang der Bitcoin-Bestände einer Bank.

Derselbe Forscher bezifferte die Blockchain 2025 auf 720 GB und 2026 auf 780 GB. Dieser Schätzung zufolge bietet ein 1-TB-Laufwerk weiterhin genug Speicherplatz, um die gesamte Blockchain zu speichern und damit eine Full Node zu betreiben. Eine Full Node ist ein zentraler Bestandteil von Bitcoins Modell der Selbstverifizierung: Betreiber können die Netzwerkdaten direkt überprüfen, statt sich zur Bestätigung vollständig auf einen Finanzintermediär zu verlassen.

Dieser Speicherplatzvergleich ist bedeutsam, weil der Forscher ihn mit der Idee verknüpfte, die eigene Bank zu sein. Wenn gewöhnliche Nutzer eine vollständige Kopie der Bitcoin-Historie aufbewahren und eine Node betreiben können, ist der Zugang zur Verifizierung nicht auf Institutionen beschränkt. Die gemeldeten 780 GB sind jedoch eine Momentaufnahme und keine Garantie dafür, dass ein 1-TB-Laufwerk auf unbestimmte Zeit ausreichen wird. Die Blockchain ist im Laufe der Zeit gewachsen, und der künftige Speicherbedarf bleibt eine offene Frage.

Das Wachstum der Nodes entfacht einen langjährigen Streit erneut

Die Wachstumsrate ist selbst umstritten. Der Bitcoin-Knots-Entwickler Luke Dashjr erwiderte, dass 16 GB pro Jahr vorerst die Obergrenze seien. Der Forscher stellte diese Zahl infrage und sagte, das Wachstum zwischen Juli und September 2026 lasse auf etwa 85 GB pro Jahr schließen. Der Forscher argumentierte außerdem, dass selbst das ältere Blocklimit von 1 MB ein jährliches Wachstum von etwa 52 GB zuließ, sodass 16 GB pro Jahr keine sinnvolle Obergrenze seien.

Die Meinungsverschiedenheit ist Teil einer umfassenderen Debatte darüber, wie viele Daten Nutzer speichern müssen, um einen Node zu betreiben. Dashjr setzt sich seit Langem für kleinere Blöcke ein, damit Privatanwender weiterhin Nodes betreiben können. Bei den gegensätzlichen Positionen geht es nicht nur um die Speicherkapazität: Sie betreffen das Gleichgewicht zwischen der Aufnahme größerer Datenmengen und der Frage, ob eine unabhängige Verifizierung für Menschen mit eigener Hardware praktikabel bleibt.

Frühere Beispiele aus der Quelle veranschaulichen, wie sich diese Debatte unter den Nutzern auswirkt. Im September riet Dashjr einem Unterstützer seines Forks, sich einen richtigen Computer zuzulegen, nachdem dessen Raspberry Pi die Synchronisierung wiederholen musste. Ein anderer Nutzer schlug vor, die gesamte Blockchain-Historie von vor 2020 zu löschen. Zu Beginn des Jahres veranlasste derselbe Streit Unterstützer von Knots zu der Behauptung, das Netzwerk werde angegriffen; der Bericht stellt dies als Behauptung dar, nicht als bestätigtes Ereignis.

Zwei Modelle des Bitcoin-Zugangs

Die geplante Bank von Strategy entsteht auf der Finanzseite, wo das Unternehmen für seine Bitcoin-Bestände geworben und über STRC gesprochen hat. Die Quelle beschreibt STRC als Vorzugsaktie mit einer Dividende von 12 % und berichtet, dass sie sich von ihrem Tiefstand im Juni erholt hat. Weitere Angaben zum Ausmaß der Erholung oder zu den Bedingungen für Anleger enthält sie nicht. Daher sollte die genannte Zahl nicht als vollständige Beschreibung des Produkts verstanden werden.

Der Gegensatz besteht zwischen institutionellem Zugang und direkter Teilnahme, nicht unbedingt zwischen unvereinbaren Systemen. Strategy verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, rund um Bitcoin eine herausragende Rolle im Finanzwesen einzunehmen, während ein Full Node es Nutzern ermöglicht, das Netzwerk eigenständig zu überprüfen. Die Angaben zur Blockchain-Größe zeigen, dass der unabhängige Betrieb derzeit auf einem 1-TB-Laufwerk weiterhin möglich ist. Sie beantworten jedoch nicht, wie einfach Nutzer diesen Zugang aufrechterhalten können, während sich immer mehr Daten ansammeln.

Wichtige Fragen sind noch offen. Le skizzierte eine Vision, doch aus den vorliegenden Angaben gehen weder die endgültigen Dienstleistungen noch das Betriebsmodell oder der Zeitplan für eine Bitcoin-Bank hervor. Auf technischer Ebene sind sich der Forscher und Dashjr uneinig darüber, wie stark die Blockchain maximal wachsen kann, und die Zahlen klären nicht, welche Hardware künftige Nodes benötigen werden. Vorerst stehen Strategys Finanzprojekt und die Debatte um Nodes für unterschiedliche Fragen: Wer kann auf Bitcoin zugreifen und auf welche Weise?

Quelle: BeInCrypto

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